Gott baut S21 (vermutlich vom Teufel getrieben)

30. August 2010

FĂŒr was Berichterstattung eigentlich gut sein soll, mĂŒsste sich die Zeitung „Heilbronner Stimme“ mal intensiv fragen. In einem Kommentar zum Projekt „Stuttgart 21“, der zwar ĂŒber Agentur promotet wurde, aber bei der „Stimme“ selbst nicht online steht, heißt es:

„Die Argumente sind ausgetauscht, die Bagger angerollt. Da tut es gut, dass zumindest Bahnchef RĂŒdiger Grube die Zeit der Sprachlosigkeit beendet. Sein GesprĂ€chsangebot an die Kritiker kommt spĂ€t, vielleicht zu spĂ€t. Aber es kann immerhin einen Beitrag zur Deeskalation leisten. Eines ist allerdings klar: Es geht ums Miteinanderreden, nicht darum, das Projekt zu stoppen. Dazu ist es zu spĂ€t.“

Wenn also ohnehin alles ausgemacht ist, Demokratie bedeutet zuzuschauen, was politische ReprĂ€sentanten (=bezahlte Vertreter) und Wirtschaft miteinander ausgekungelt haben (denn da gibt es ja lecker Geld zu verdienen, gleich, ob das vom Staat oder vom Staatsunternehmen Bahn kommt) – dann sollte die Heilbronner Stimme lieber Sudokus und Mandalas veröffentlichen, anstatt uns mit schicksalhafter und unverrĂŒckbarer Politikinszenierung zu behelligen. Zur Pressefreiheit gehört ĂŒbrigens auch, pressefrei zu sein.

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