Bahnkritik: Bahnhöfe

Bahnhöfe müssen öffentliche Räume bleiben bzw. werden. Die Bahn ist da nicht Hausherrin – wie absurd! – sondern selbst nur Gast. Die Regeln hat demnach auch nicht die DB aufzustellen (wie absurd!), sondern die Gesellschaft. Dann wird sich einiges ändern:

– Demokratisch gemanaget würden Bahnhöfe sicherlich immer auch lokale Geschäften anbieten und nicht nur den Ketten. Also ein Ortsbäcker, der wirklich noch selber Sauerteig ansetzt und Hefeteig gehen lässt, anstatt nur „Le Crobag“ und „Ditsch“.

– Bahnhöfe (und selbst „Haltepunkte“) wären kein Aushängeschild der DB mehr, sondern ein Ort des herzlichen Willkommens.

– Es wird wieder Sitzgelegenheiten geben, auf denen man seine Wartezeit z.B. bis zum erst in Stunden fahrenden, dank Sparpreisticket aber fest gebuchten Zug verbringen kann. In vielen Bahnhöfen gibt es – zumindest im überdachten Bereich außerhalb der Gleise – keine einzige Bank mehr.

– Bis der letzte Zug abgefahren ist, muss an einem sog. Hauptbahnhof ein Geschäft geöffnet haben, das den wichtigsten Reisebedarf vorhält. Und – ganz nebenbei erwähnt – auch der sogenannte „Infopoint“ (anders formuliert: es sollte als Gegenpart zu den „Sicherheitsleuten“ von der „privaten Bahn“ und der „Bundespolizei“ noch Zweibeiner geben, die bei Bedarf auf angenehme Art beim Beenden einer Bahnreise helfen wollen).

– Das, was vor allem Lokalzeitungen an Bahnhöfen bemängeln, ist den Bahnfahrern meist schnuppe. An vielen Bahnhöfen wäre man schon froh, wenn nur ein Fahrplan in erreichbarer Nähe aushinge.

– Es gibt kein Fotografier- und Filmverbot, weil eben: öffentlicher Raum (und nicht Wartezimmer des DB-Vorstands)

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