Klimahelikopter

+ Was versteht Klaus Brinkbäumer, Chefredakteur des SPIEGEL, unter „Demokratie“, die er mit seinem Heft verteidigen möchte, „insbesondere in Zeiten wie diesen, in denen Demokratie derart ernsthaft in Frage gestellt wird: durch Terrorismus, durch Rechtspopulisten, durch Angriffe auf Medien, durch Lügenpresse-Kampagnen.“ (Quelle: dpa-Interview) Wie ann Terrorismus Demokratie infrage stellen? Und was schaden „Rechtspopulisten“ einer Demokratie, solange sie keine Diktatur einführen wollen?

+ Wegen „Fake-News“ drei Jahre ins Gefängnis? Das glaubt die „Berliner Zeitung“ hoffentlich selbst nicht – und verbreitet damit selbst Fake-News.

+Twitter ist oft schwer zu ertragen. Aber die Alltagsphilosophie einiger Nutzer macht vieles wett.

+ Allmählich wird es langweilig, den Medien bei ihrem ständigen „Ringen“ zuzusehen: Namensnennung oder nicht? Herkunt? Foto ja oder nein? Nach einem Mordversuch an einem Obdachlosen in Berlin haben nun die meisten Medien die Herkunftsangabe der Täter von der Polizei übernommen. Der entsprechende Passus im Pressekodex ist schlicht unjournalistisch: die Vorgabe, bestimmte Informationen nicht zu nennen, ist Desinformation. Und zwar nicht, weil etwa die Nationalität oder das Geschlecht in jedem Fall wichtig für das Tatgeschehen wären – sondern schlicht, weil jede unterschlagene Information von den Lesern, Zuschauern und Hörern durch eigene Mutmaßungen ersetzt wird: „das waren doch bestimmt wieder…“ Gerüchte schießen ins Kraut, wenn man keine Fakten liefert.
Dies gilt ganz besonders für den Bereich entfernter Bekannter. Wo Klarnamen fehlen, werden Namen eingesetzt.

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