<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Timo Rieg - Statements &#187; Jugendarbeit</title>
	<atom:link href="http://www.timo-rieg.de/tag/jugendarbeit/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.timo-rieg.de</link>
	<description>Politische Kommentare eines Publizisten</description>
	<lastBuildDate>Wed, 28 Dec 2011 23:57:16 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.3</generator>
		<item>
		<title>Probleme von Hauptamtlichkeit in der Jugendarbeit (Aufsatz)</title>
		<link>http://www.timo-rieg.de/2011/04/probleme-von-hauptamtlichkeit-der-jugendarbeit-aufsatz/</link>
		<comments>http://www.timo-rieg.de/2011/04/probleme-von-hauptamtlichkeit-der-jugendarbeit-aufsatz/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 23:45:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo Rieg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelische Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptamt]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptamtlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendverband]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Partikularinteressen]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.timo-rieg.de/?p=482</guid>
		<description><![CDATA[In den evangelischen Kirchen sollen sich vor allem zwei Berufsgruppen um Kinder und Jugendliche kümmern: Pfarrer und Jugendreferenten (Diakone, Sozial- oder Gemeindepädagogen). Doch mit ihrer Tätigkeit sind auch mannigfaltige Probleme verbunden, die überwiegend nicht in der Jugendarbeit gründen, sondern in kirchlichen Strukturen und einem erbitterten Verteilungskampf um die schrumpfenden Haushaltsmittel. In den Debatten kommt originäre evangelische Jugend viel zu kurz, meint der Journalist Timo Rieg. (...)Read the rest of Probleme von Hauptamtlichkeit in der Jugendarbeit (Aufsatz) (4,786 words) &#169; Timo Rieg for Timo Rieg - Statements, 2011. &#124; Permalink &#124; No comment &#124; Add to del.icio.us Post tags: Ehrenamt, Evangelische Jugend, Hauptamt, Hauptamtlichkeit, Jugendarbeit, Jugendverband, Kirche, Partikularinteressen, Partizipation Feed enhanced by Better Feed from Ozh]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den evangelischen Kirchen sollen sich vor allem zwei Berufsgruppen um Kinder und Jugendliche kümmern: Pfarrer und Jugendreferenten (Diakone, Sozial- oder Gemeindepädagogen). Doch mit ihrer Tätigkeit sind auch mannigfaltige Probleme verbunden, die überwiegend nicht in der Jugendarbeit gründen, sondern in kirchlichen Strukturen und einem erbitterten Verteilungskampf um die schrumpfenden Haushaltsmittel. In den Debatten kommt originäre evangelische Jugend viel zu kurz, meint der Journalist Timo Rieg.</p>
<p>(...)<br/>Read the rest of <a href="http://www.timo-rieg.de/2011/04/probleme-von-hauptamtlichkeit-der-jugendarbeit-aufsatz/">Probleme von Hauptamtlichkeit in der Jugendarbeit (Aufsatz)</a> (4,786 words)</p>
<hr />
<p><small>&copy; Timo Rieg for <a href="http://www.timo-rieg.de">Timo Rieg - Statements</a>, 2011. |
<a href="http://www.timo-rieg.de/2011/04/probleme-von-hauptamtlichkeit-der-jugendarbeit-aufsatz/">Permalink</a> |
<a href="http://www.timo-rieg.de/2011/04/probleme-von-hauptamtlichkeit-der-jugendarbeit-aufsatz/#comments">No comment</a> |
Add to
<a href="http://del.icio.us/post?url=http://www.timo-rieg.de/2011/04/probleme-von-hauptamtlichkeit-der-jugendarbeit-aufsatz/&amp;title=Probleme von Hauptamtlichkeit in der Jugendarbeit (Aufsatz)">del.icio.us</a>
<br/>
Post tags: <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/ehrenamt/" rel="tag">Ehrenamt</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/evangelische-jugend/" rel="tag">Evangelische Jugend</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/hauptamt/" rel="tag">Hauptamt</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/hauptamtlichkeit/" rel="tag">Hauptamtlichkeit</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/jugendarbeit/" rel="tag">Jugendarbeit</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/jugendverband/" rel="tag">Jugendverband</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/kirche/" rel="tag">Kirche</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/partikularinteressen/" rel="tag">Partikularinteressen</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/partizipation/" rel="tag">Partizipation</a><br/>
</small></p>
<p><small>Feed enhanced by <a href='http://planetozh.com/blog/my-projects/wordpress-plugin-better-feed-rss/'>Better Feed</a> from  <a href='http://planetozh.com/blog/'>Ozh</a></small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.timo-rieg.de/2011/04/probleme-von-hauptamtlichkeit-der-jugendarbeit-aufsatz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kinderfeuerwehr ist Mumpitz</title>
		<link>http://www.timo-rieg.de/2010/10/kinderfeuerwehr-ist-mumpitz/</link>
		<comments>http://www.timo-rieg.de/2010/10/kinderfeuerwehr-ist-mumpitz/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 11:51:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo Rieg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[FFW]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendarbeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.timo-rieg.de/?p=244</guid>
		<description><![CDATA[Vor dreißig Jahren konnte man mit Jugendarbeit noch richtig Aufsehen erregen. Wenn endlich mal jemand etwas anbot, sich um die Kinder und Jugendlichen kümmerte, ihnen (eigenverantwortliche) Freizeitgestaltung ermöglichte. Inzwischen kannibalisieren sich die Vereine mit ihren Jugendarbeitsangeboten &#8211; die oft genug nur aus dem Gedanken der Nachwuchspflege betrieben werden. Immer früher versucht man die Kinder abzugreifen, bevor sie verplant sind. Doch das geht schief &#8211; und wird der Idee von Jugendarbeit nicht gerecht. Beispiel, über das ich in der Zeitung gestolpert bin: Die Freiwillige Feuerwehr in vielen Orten gründet nun &#8220;Kinderabteilungen&#8221;, &#8220;Feuerfüchse&#8221; &#8211; damit die Kurzen bereits mit 6 Jahren zur Feuerwehr gehen können. Ich bin seinerzeit mit 14 zur Jugendfeuerwehr gekommen. Gerade alt genug, um mit Sitten und Gebräuchen freiwilliger Retter vertraut zu werden, &#8211; und gerade noch nicht zu jung, um die drei Jahre bis zur Mitarbeit in der Einsatzabteilung durchzuhalten. Denn mal ehrlich: Feuerwehr, Blaulicht, Martinshorn, Rettungsschere &#8211; das klingt alles ganz spannend, ist aber doch ziemlichc schnell ausgereizt. Aber schon als Grundschüler zur Jugendfeuerwehr? Nie hätte ich über 10 Jahre lang nur Trockenübungen gemacht (und bei Nassübungen nur imaginierte Feuer gelöscht). Natürlich kann die Jugendfeuerwehr die Zeit auch mit anderen Freizeitangeboten füllen &#8211; Kegeln fahren, Grillen, Zelten&#8230; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor dreißig Jahren konnte man mit Jugendarbeit noch richtig Aufsehen erregen. Wenn endlich mal jemand etwas anbot, sich um die Kinder und Jugendlichen kümmerte, ihnen (eigenverantwortliche) Freizeitgestaltung ermöglichte.</p>
<p>Inzwischen kannibalisieren sich die Vereine mit ihren Jugendarbeitsangeboten &#8211; die oft genug nur aus dem Gedanken der Nachwuchspflege betrieben werden. Immer früher versucht man die Kinder abzugreifen, bevor sie verplant sind. Doch das geht schief &#8211; und wird der Idee von Jugendarbeit nicht gerecht.</p>
<p>Beispiel, über das ich in der <a href="http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/wehrheim/9459794.htm">Zeitung </a>gestolpert bin: Die Freiwillige Feuerwehr in vielen Orten gründet nun &#8220;Kinderabteilungen&#8221;, &#8220;Feuerfüchse&#8221; &#8211; damit die Kurzen bereits mit 6 Jahren zur Feuerwehr gehen können.</p>
<p>Ich bin seinerzeit mit 14 zur Jugendfeuerwehr gekommen. Gerade alt genug, um mit Sitten und Gebräuchen freiwilliger Retter vertraut zu werden, &#8211; und gerade noch nicht zu jung, um die drei Jahre bis zur Mitarbeit in der Einsatzabteilung durchzuhalten.</p>
<p>Denn mal ehrlich: Feuerwehr, Blaulicht, Martinshorn, Rettungsschere &#8211; das klingt alles ganz spannend, ist aber doch ziemlichc schnell ausgereizt. Aber schon als Grundschüler zur Jugendfeuerwehr? Nie hätte ich über 10 Jahre lang nur Trockenübungen gemacht (und bei Nassübungen nur imaginierte Feuer gelöscht). Natürlich kann die Jugendfeuerwehr die Zeit auch mit anderen Freizeitangeboten füllen &#8211; Kegeln fahren, Grillen, Zelten&#8230; Das macht es aber nicht feuerwehriger.</p>
<p>Die Jugendfeuerwehr will Jugendliche auf den aktiven Einsatz vorbereiten, sie schon mal mit Technik und Abläufen vertraut machen, ihr Interesse wecken und halten &#8211; damit sie als ältere Jugendliche und junge Erwachsene für die Alarmbereitschaft zur Verfügung stehen. Das ist gut, sinnvoll, ja notwendig. Aber es muss nicht jede Teilbeschäftigung als alleinige Lebenserfüllung taugen. Es braucht Durchlässigkeiten,  Kooperationen und Raum für die jugendliche Willensbildung. Wer nach einem Jahr Jugendfeuerwehr sagt, ein wöchentliches Training öde jetzt eher an und man spiele derzeit lieber Fußball, der sollte das tun dürfen, ohne verstoßen zu werden.</p>
<p>Jugendarbeit sollte sich in erster Linie danach richten, was für die Jugendlichen gut ist. Am besten, indem die Jugendarbeit von Jugendlichen selbst gestaltet wird. Dann bleiben uns viele Fehlplanungen erspart. Für Kinder ist die Feuerwehr ein phantasievolles Spielthema. Das muss nicht von der Realität verbogen werden. Für Jugendliche aber ist Feuerwehr kein Kinderspiel, sondern etwas Ernstes, Wichtiges, Achtbares &#8211; Retten, Löschen, Bergen, Schützen. Damit kann man natürlich auch ein bisschen angeben &#8211; wenn das nicht für ein Kindergarten gehalten wird.</p>
<p>Die Vereine in den Ortschaften sollten sich absprechen, welches Angebot in welchem Alter und mit welcher Intensität angeboten werden sollte. Die Nachwuchsprobleme der Feuerwehr und Jugendfeuerwehr darüber lösen zu wollen, dass man die Kinder noch weit früher zu vereinnahmen versucht (<a href="http://www.volksfreund.de/totallokal/daun/aktuell/Heute-in-der-Dauner-Zeitung-Daun-Kelberg-Sch-246-nbach-Hillesheim-Feuerwehr-Bambini-Kinder-Brandschutz;art751,2543968">Mini-Wehr</a>, <a href="http://www.ffw-viernheim.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=492&amp;Itemid=122">Kinder-Feuerwehr</a> oder <a href="http://www.jf-rp.de/service/bambini-gruppe.htm">Bambini-Gruppe</a>), ist der falsche Weg &#8211; sachlich, fachlich und pädagogisch.</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.timo-rieg.de%2F2010%2F10%2Fkinderfeuerwehr-ist-mumpitz%2F&amp;title=Kinderfeuerwehr%20ist%20Mumpitz"><img src="http://www.timo-rieg.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a> </p><hr />
<p><small>&copy; Timo Rieg for <a href="http://www.timo-rieg.de">Timo Rieg - Statements</a>, 2010. |
<a href="http://www.timo-rieg.de/2010/10/kinderfeuerwehr-ist-mumpitz/">Permalink</a> |
<a href="http://www.timo-rieg.de/2010/10/kinderfeuerwehr-ist-mumpitz/#comments">No comment</a> |
Add to
<a href="http://del.icio.us/post?url=http://www.timo-rieg.de/2010/10/kinderfeuerwehr-ist-mumpitz/&amp;title=Kinderfeuerwehr ist Mumpitz">del.icio.us</a>
<br/>
Post tags: <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/ehrenamt/" rel="tag">Ehrenamt</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/ffw/" rel="tag">FFW</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/jugendarbeit/" rel="tag">Jugendarbeit</a><br/>
</small></p>
<p><small>Feed enhanced by <a href='http://planetozh.com/blog/my-projects/wordpress-plugin-better-feed-rss/'>Better Feed</a> from  <a href='http://planetozh.com/blog/'>Ozh</a></small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.timo-rieg.de/2010/10/kinderfeuerwehr-ist-mumpitz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jugendfreizeiten brauchen keine stärkere Reglementierung</title>
		<link>http://www.timo-rieg.de/2010/07/jugendfreizeiten-brauchen-keine-starkere-reglementierung/</link>
		<comments>http://www.timo-rieg.de/2010/07/jugendfreizeiten-brauchen-keine-starkere-reglementierung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 14:17:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo Rieg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendgewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendhilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendverbandsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sommerfreizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Vergewaltigung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.timo-rieg.de/?p=101</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Aber schon jetzt ist sicher, dass es die über hundert Jahre alte deutsche Tradition, Jungen und Mädchen in großen Gemeinschaften aufs Land und an die See zu verschicken, in der bisherigen Form wohl kaum noch geben darf.&#8221; Fünf Journalisten braucht der Spiegel, um diesen Quatsch zu schreiben. Es geht um die medial gut aufbereitete sexuelle Gewalt in einem Ferienlager auf Ameland. Dort soll eine Gruppe von am Ende etwa 13 Kindern und Jugendlichen jüngere Mitreisende nachts im Gemeinschaftsschlafsaal sexuell gedemütigt haben. Der Spiegel macht sich in seinem zweiseitigen Bericht (Ausgabe 30/2010: 34f) die übliche, nie anders zu erwartende Politiker- und Beamten-Linie zu eigen: schärfere Gesetze, strengere Kontrollen. Es fehlt nur die konkrete Forderung, Polizisten in ihrer Dienstzeit gratis mitreisen zu lassen. &#8220;Um Kinder und Jugendliche besser als bisher zu schützen, müssen die Betreuer besser ausgewählt und ausgebildet werden.&#8221; Es würde mich brennend interessieren, was das bei den Spiegel-Redakteuren und Verwaltungsleuten im Kopf für ein Bild ergibt, wenn sie mal über die Trallala-Forderung hinausdenken würden. Ist sexuelle Gewalt nach einem Curriculum negativ lernbar? Muss mir also erst jemand sagen, dass ich anderen keine Flasche in den Po schieben darf, damit ich es auch sicher nicht tue? Oder muss man als jugendlicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Aber schon jetzt ist sicher, dass es die über hundert Jahre alte deutsche Tradition, Jungen und Mädchen in großen Gemeinschaften aufs Land und an die See zu verschicken, in der bisherigen Form wohl kaum noch geben darf.&#8221;</p></blockquote>
<p>Fünf Journalisten braucht der Spiegel, um diesen Quatsch zu schreiben. Es geht um die medial gut aufbereitete sexuelle Gewalt <a href="http://www.focus.de/panorama/welt/ameland-die-zahl-der-jugendlichen-tatverdaechtigen-steigt_aid_533205.html">in einem Ferienlager</a> auf Ameland. Dort soll eine Gruppe von am Ende etwa 13 Kindern und Jugendlichen jüngere Mitreisende nachts im Gemeinschaftsschlafsaal sexuell gedemütigt haben.</p>
<p>Der Spiegel macht sich in seinem zweiseitigen Bericht (<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-72370218.html">Ausgabe 30/2010: 34f</a>) die übliche, nie anders zu erwartende Politiker- und Beamten-Linie zu eigen: schärfere Gesetze, strengere Kontrollen. Es fehlt nur die konkrete Forderung, Polizisten in ihrer Dienstzeit gratis mitreisen zu lassen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Um Kinder und Jugendliche besser als bisher zu schützen, müssen die Betreuer besser ausgewählt und ausgebildet werden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es würde mich brennend interessieren, was das bei den Spiegel-Redakteuren und Verwaltungsleuten im Kopf für ein Bild ergibt, wenn sie mal über die Trallala-Forderung hinausdenken würden. Ist sexuelle Gewalt nach einem Curriculum negativ lernbar? Muss mir also erst jemand sagen, dass ich anderen keine Flasche in den Po schieben darf, damit ich es auch sicher nicht tue? Oder muss man als jugendlicher Betreuer von Sozialpädagogen darauf hingewiesen werden, dass ich es als Aufsichtsperson nicht dulden darf, wenn Kinder oder Jugendliche untereinander sexuelle Gewalt verüben?</p>
<p>Fakt ist: in menschlichen Gruppen entstehen immer Hierarchien. Wenn ernsthaft 39 Jungs in einem einzigen gemeinsamen Schlafsaal untergebracht worden sind, dann ist ein ausgeprägtes Hierarchiesystem ethologisch gesehen unausweichlich, und wenn die Dominanten auch nur ein ganz wenig schräg drauf sind, gehören Machtspiele, also konkret Erniedrigungen, zum Standardrepertoire. Nur wenn es vor Ort wenigsten eine andere Gruppe gäbe, gegen die man sich abgrenzen kann, die man &#8211; gesunderweise spielerisch &#8211; zu dominieren versuchen könnte, mag dann Gewalt innerhalb der eigenen Gruppe vermieden werden. Aus der Kriegsführung kennt man den Begriff vom äußeren Feind, aber das Prinzip herrscht in allen hominiden Gruppen: Polizisten gegen Demonstranten und vice versa, Hansa Rostock gegen FC St. Pauli Fans, die eine Burschenschaft gegen die andere, Realschüler gegen Hauptschüler und so weiter. Dass sexualisiertes Verhalten in der Rangordnungsbildung eine wichtige Rolle spielt, dürfte sattsam bekannt sein.</p>
<p>Es ist eine ungeheure evolutive und kulturelle Leistung, Gewalt zu begrenzen, zu kanalisieren und individuelle Machtbestrebungen (die ja biologisch nichts anderem als dem Reproduktionserfolg dienen sollen) zu begrenzen. Dass sich Soldaten in den Krieg schicken lassen, bei hohem Risiko, die eigene Reproduktionsfähigkeit auf Null zu setzen, gehört zu den ganz erstaunlichen kulturellen Leistungen des Menschen (und zu den ganz großen Fragen, wie weit mit Intelligenz ein Blumentopf oder wenigstens das eigene Leben zu gewinnen ist).</p>
<p>Für Jugendgruppen heißt das: es wird immer ein großes <em>Potenzial</em> intrasozialer und intersexueller Gewalt geben. Und es bleibt die immerwährende Aufgabe aller, kulturelle Alternativen aufzuzeigen und einzuüben. Aus genau diesem Grunde fahren Jugendgruppen übrigens auch weg. Es geht ja schon lange nicht mehr darum, den Lungen drei Wochen lang Kohlestaub vorzuenthalten, es geht um &#8220;soziales Lernen&#8221; durch sinnvolle Freizeitbeschäftigung mit Gleichaltrigen.</p>
<p>Dabei wird immer auch etwas schief gehen können, werden einzelne Veranstaltungen hinter den Möglichkeiten zurückbleiben, anderswo wird man einfach nur Pech haben, weil man das falsche Arschloch in der Gruppe hat, mit dem man gerade nicht fertig wird. Mit absoluter Sicherheit hat sich das, was jetzt von Ameland aus breitgetreten wird, in Variationen zeitgleich an zig anderen Stellen abgespielt. Noch viel mehr gab es aber sexuelle Gewalt an ganz anderen Stellen, dort, wo es keine soziale Kontrolle gibt (die auf Ameland offenbar versagt hat), dort wo die Machtverhältnisse viel klarer sind und daher weit weniger bis gar nicht hinterfragt werden: Im Knast wird &#8211; nach allem, was man an Informationen zusammenklauben kann (und was ich aus eigenen Reportagen weiß) &#8211; Tag für Tag sexuell gedemütigt, ganz überwiegend von Gefangenen untereinander. Wer kontrolliert, wo die objektiv absolut notwendige Durchsuchung eines Verdächtigen durch die <a title="Polizei" href="http://www.polizei.de/" rel="nofollow" target="_blank">Polizei</a> in eine Spielart von Dominanz und Subordinanz übergeht? Und könnte nicht jeder ehemalige Wehrpflichtige angesichts der letzten Bundeswehr-Skandale in Mittenwald oder Wildflecken von irgendwie ähnlichen Erlebnissen berichten, wenigstens vom Hörensagen, wenn schon nicht von der eigenen Stube?</p>
<p>Dass all solchem &#8211; biologisch nachvollziehbarem &#8211; Stumpfsinn mit weiteren Reglementierungen beizukommen sein soll, ist eine geradezu zwangsläufige Fehleinschätzung. Ist nicht &#8211; um in der Logik der Reglementierer zu bleiben &#8211; alles immer schlimmer geworden, obwohl schon lange alles immer strenger wird? Die Linie, einem Problem mit Vorschriften und Sanktionen zu begegnen, ist übrigens selbst ausschließlich von Dominanzvorstellungen geprägt: der Starke und per definitionem in einer Demokratie automatisch Gute sitzt oben und gibt den unter ihm Stehenden Anweisung, widerspruchslos zu vollziehen &#8211; auf Verwaltungsebene geht sowas auch komplett ohne öffentliche Debatte und ohne Parlament.</p>
<p>Im Ferienlager auf Ameland ist ohne Wenn und Aber einiges gewaltig schief gelaufen, von außen betrachtet und ohne weitere Detailkenntnisse durch die Räumlichkeit begünstigt, aber ansonsten von wenigen einzelnen ausgelöst, vielleicht nur von einem einzigen, der mit Sicherheit auch jede andere Chance genutzt hätte (oder schon genutzt hat), eine Gruppe zu dominieren, ohne sich dabei an gesellschaftliche Konventionen zu halten (wieso das für bestimmte Typen erfolgversprechend ist, wäre ein eigenes Thema). Dem ist nicht mit weiteren Regelungen &#8211; schon gar nicht mit der Jugend-Leiter-Card (juleica) beizukommen.</p>
<p>In ihrem Beitrag (noch nicht online) vergessen die Spiegel-Leute völlig, die andere Seite der Jugendfreizeitarbeit zu beleuchten: nämlich die Prävention, die Integration, das Vermitteln von Sozialkompetenz, das Einüben von Gruppenleben, Konfliktmanagement, Verantwortlichkeit, Entdeckungen und vieles mehr, was man ganz wesentlich und zum Teil auch ausschließlich in solchen Jugendgruppen lernt.</p>
<p>Anders gefragt: Was ist gewonnen, wenn künftig die jährlich &#8220;über 50.000 Ferienreisen für Kinder und Jugendliche mit weit über 1,5 Millionen Teilnehmern&#8221; nicht mehr möglich sein sollten, weil &#8220;die verschärften Vorgaben [...] die meisten Anbieter überordern [dürften]&#8220;? Berichte über Osnabrücker Ghetto-Kids, die nicht nach Ameland reisen dürfen, könnte der Spiegel auch diesen Sommer schon schreiben. Allein auf dem Silbertablett staatsanwaltschafltlicher Ermittlungen dürfte sich da auch für Osnabrücker Zeitvertreib Jugendlicher einiges finden lassen.</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.timo-rieg.de%2F2010%2F07%2Fjugendfreizeiten-brauchen-keine-starkere-reglementierung%2F&amp;title=Jugendfreizeiten%20brauchen%20keine%20st%C3%A4rkere%20Reglementierung"><img src="http://www.timo-rieg.de/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a> </p><hr />
<p><small>&copy; Timo Rieg for <a href="http://www.timo-rieg.de">Timo Rieg - Statements</a>, 2010. |
<a href="http://www.timo-rieg.de/2010/07/jugendfreizeiten-brauchen-keine-starkere-reglementierung/">Permalink</a> |
<a href="http://www.timo-rieg.de/2010/07/jugendfreizeiten-brauchen-keine-starkere-reglementierung/#comments">No comment</a> |
Add to
<a href="http://del.icio.us/post?url=http://www.timo-rieg.de/2010/07/jugendfreizeiten-brauchen-keine-starkere-reglementierung/&amp;title=Jugendfreizeiten brauchen keine stärkere Reglementierung">del.icio.us</a>
<br/>
Post tags: <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/jugendarbeit/" rel="tag">Jugendarbeit</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/jugendgewalt/" rel="tag">Jugendgewalt</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/jugendhilfe/" rel="tag">Jugendhilfe</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/jugendverbandsarbeit/" rel="tag">Jugendverbandsarbeit</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/sommerfreizeit/" rel="tag">Sommerfreizeit</a>, <a href="http://www.timo-rieg.de/tag/vergewaltigung/" rel="tag">Vergewaltigung</a><br/>
</small></p>
<p><small>Feed enhanced by <a href='http://planetozh.com/blog/my-projects/wordpress-plugin-better-feed-rss/'>Better Feed</a> from  <a href='http://planetozh.com/blog/'>Ozh</a></small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.timo-rieg.de/2010/07/jugendfreizeiten-brauchen-keine-starkere-reglementierung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

