Retter fallen über Jugendliche her

Wichtigtuer werden hier noch eine eigene Serie bilden. Weil sie so katastrophal staatstragend sind nach dem Motto: “Jeder Schwachsinn braucht einen Idioten, der ihn ausführt.” – und es findet sich immer ein solcher Idiot, meist sogar im Haufen. Aber weil ich bei einer Recherche gerade drauf gestoßen bin, heute schon mal vorab ein Schmankerl.

Oberhessische Zeitung vom 12. Juli 2010

Die Nachricht lief offenbar großflächig. Für mehr Text lese man die Gießener Allgemeine, für mehr Bilder (vom selben Berichterstatter) schaue man Osthessen-News.

Und dann gehen wir mal gemeinsam durch: Weil ein paar Kinder oder Jugendliche einen Infekt haben und nach – vermutlich nicht gerade unterdramatisierter – Einschätzung vor Ort zwölf ins Krankenhaus sollten (und von denen offenbar nur vier mehr als ein paar Stunden, nämlich über den Samstagabend hinaus dort bleiben mussten), waren rund 70 bis 80  “Retter” und diverse Ämter im Einsatz? Einschließlich der Feuerwehr (die nicht nur kam, um wegen der großen Hitze etwas Wasser zu verspritzen, sondern natürlich alleine schon, weil sie dann vor Ort die Einsatzleitung inne hat).

Buchen wir das wohl besser als Großübung in einem struktur- und wohl auch katastrophenarmen Raum – da nimmt man, was man kriegen kann.

Wer übrigens beim Lesen ebenfalls darüber stolpert, dass es Rettungskräfte im Dutzendpack braucht, um für Pfadfinder Busse zu organisieren, der hat recht: es waren gar keine Pfadfinder, es war eine Gruppe der KJG Mainz – Gonsenheim allerdings auf einem Zeltplatz, der dem BdP Hessen gehört.

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