Merkel kandidiert für Parteivorsitz und wird gewählt (Satire)

Viele Alttexte vergammeln in sql-Datenbanken. Ich fische nach und nach einige heraus. Die folgende “Nachricht” hier etwa (Helgoländer Vorbote, 9. Februar 2005) erinnert mich daran, dass es ja mal eine Zeit gab, als Angela Merkel noch nicht Bundeskanzler war (aber Kohls war es auch nicht mehr, muss eine Zeit der Lücke gewesen sein).
UN Wahlbeobachter noch uneins über Betrug oder Fälschung

Mit einem kampflosen Sieg ist die ostdeutsche Pazifistin Angela Merkel am Montag beim CDU-Parteitag in Düsseldorf am Rhein davon gekommen. 88,4 Prozent der gezählten Delegiertenstimmen entfielen dabei auf ihr Angebot, Deutschland weitere zwei Jahre auf allen Kanälen zu terrorisieren.

Dies ist ihr bisher schlechtestes Ergebnis. Bei ihrer Geburt am 17. Juli 1954 konnte Angela Merkel noch 100% Zustimmung einfahren bei einer stimmberechtigten Hebamme und 100% Wahlbeteiligung. Doch im Laufe der Jahrhunderte sackte Merkel kontinuierlich ab. Bereits 2002 standen die Alarmzeichen auf sehr beängstigend, hatten ihr doch 6,3% der Getreuen das Zutrauen versagt.

Klaus-Peter Schöppner vom Hokuspokus-Institut Emnid wertete Merkels Wahlergebnis in einer ersten Ejakulation als positiv: „88,4 Prozent sind fast 90 Prozent, das sind 9 von 10 oder 72 Millionen von 80 Millionen respektive 5.756.400.000 von 6.396.000.000. Wenn wir uns dies auf einem Zeitstrahl zwischen Erde und Mond verdeutlichen, dann repräsentieren etwa die ersten 345.964 km des mittleren Bahnradius Zustimmung zu Angela Merkel, während nur die letzten 38.440 km für Abneigung zur Verfügung stehen. Dazu muss man sagen, dass die Luft da oben ziemlich dünn ist.“

Verwirrung inmitten der gedämpften Partylaune stiftete gestern Ruth Berschens, die süße pfiffige Redakteurin vom Düsseldorfer Handelsblatt. „Diesen Sieg kann man auch als Niederlage interpretieren“, schrieb sie und rief damit weitere Fachfrauen auf den Plan. In einem binnen Sekunden erstellten fachlichen Schnellgutachten bescheinigt Professor Klaus Hurrelmann der CDU Deutschland, dass „bei 839 abgegebenen Ja-Stimmen für Merkel bei 966 insgesamt abgegebenen Stimmen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eher von einem Sieg als von einer Niederlage gesprochen werden darf.“

Auch Guido Westerwelle charmeurete die seit seinen sehr engagierten Eintreten für dickere Homo-Ehen chronisch knatschige Merkel: „Die Zustimmung einer großen Mehrheit ist ein Beweis dafür, dass die Mehrheit hinter Merkel steht.“ Damit habe sie auch den Auftrag erhalten, die Minderheit zu vertreten. „In demokratischen Parteien darf kein Platz sein für Separatismus und Antimerkelitenzen“, so der vor geraumer Zeit mit rund 90% Zustimmung gewählte FDP-Chef.

Peter Ramsauer, der tatsächlich kein Fake von Stefan Raab, sondern parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag ist, kam zu einer positiven Interpretation der Abstimmung. Angesichts der im ganzen deutschen Volk belachten Scheiß-Frisur der Ossi-Protestantin müsse man ihr auch in Bayern 8,5% Respekt zollen. Zur K-Frage sei damit jedoch noch nichts entschieden. Ramsauer: „Unterhalb der 88,5-Prozent-Marke wäre es unredlich, von einem eindeutigen Signal zu sprechen. Frau Merkel liegt mit ihrem Wahlergebnis deutlich hinter Erich Honecker, der dennoch nicht K werden durfte.“

Unzufrieden mit der Merkel-Wahl sind jedoch UN Beobachter. Sie hegen den Verdacht der Manipulation: „Wir können derzeit noch nicht sicher ausschließen, dass es gar keine Kandiaten neben Frau Merkel gegeben hat.“ Möglicherweise seien die älteren Herrschaften auf dem Podium nur Strohmänner gewesen. In diese Richtung geht auch ein Orakel der Berliner Morgenpost von Nikolaus Blome: „Es bleibt der unterschwellige Verdacht, größere Teile der Union fügten sich vorerst ohne großen Elan in die Erkenntnis, dass die Kanzlerkandidatur nun einmal auf die Protestantin aus dem Osten zuläuft.“ (Quelle: Helgoländer Vorbote)

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