Gesellschaftsirrsinn in einem Tweet
(Link: https://twitter.com/GeraldSwarat/status/1386232222592782337)
Notwendigkeit: Da haben (junge) Eltern Angst, dass sich ihre Kleinkinder mit Corona infizieren könnten. Dahinter steckt nichtmals die „No Covid“-Idee, sondern eine „No Sars-CoV-2“-Hoffnung, gründend auf einer völlig irrwitzigen Risikowahrnehmung. Die reale Gefahr für das Kind ist natürlich schon auf den Wegen von und zu den Betreuungs-Rentnern größer als das Risiko gesundheitlicher Schäden durch Covid-19.
Vielleicht ist es in Wahrheit aber auch die so viele Verrücktheiten treibende Angst um den eigenen Arsch, also purer Egoismus statt „Solidarität“. Dann allerdings wäre es wesentlich sicherer, komplett auf Kinder zu verzichten, die nun mal für alle möglichen Viren, Bakterien, Pilze etc. gute Taxis sind (was die Evolution vermutlich im Gegensatz zu Sagrotan-Eltern noch gar nicht bemerkt hat)
Kommunikation: Wenn man nun dieses Betreuungs-Anliegen hat (warum auch immer), dann gibt es keine Bekannten mehr, die man fragen kann, Nachbarn gar, eigene Familie natürlich schon längst nicht mehr. Und es tut auch nicht der Aushangzettel vor Ort. Nein, es muss eine technische, eine digitale Lösung her. Wie sonst sollten junge Eltern einen Rentner zur Betreuung ihres Kindes finden (für das die Kita zu unsicher ist)?
Status Familie: Familie ist keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern ein Projekt. Es gibt diverse Gesellschaftsformen dafür, die Verträge sind befristet. Das Ziel muss (da die biologische Notwendigkeit dank verstaatlichung sämtlicher „Daseinsvorsorge“ flöten gegangen ist) irgendeine „Mehrwert“ sein: eine attraktive Freizeitbeschäftigung z.B. oder die Steigerung des eigenen Sozialwerts. Was bis vor kurzem noch Familie war, ist inzwischen selbst im Medienmainstream „Care-Arbeit“, eine von der Allgemeinheit zu honorierende Leistung. Auf Twitter gibt es verlässlich Applaus für jeden Tweet, der von „K1“ und „K2“ handelt.

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